Flug Verspätet Entschädigung

Flugverspätete Entschädigung

Hat der Geschäftsreisende auch Anspruch auf Entschädigung im Falle einer Flugverspätung? Aber viele Fluggesellschaften weigern sich zu zahlen. Was sind die Rechte der Fluggäste bei Verspätung oder Annullierung des Fluges? Bestehen Schadensersatzansprüche? Wurde Ihr Flug verspätet oder gestrichen?

Verspätete Flüge auf Dienstreise - Kompensation möglich

Obgleich die Geschäftsreisenden ein Recht auf Entschädigung haben, machen viele von diesem Recht keinen Gebrauch. Gerade bei Vielfliegern kommt es sehr oft zu Verzögerungen - die Airlines können von dem Forderungsverzicht deutlich profitieren. 2. Nur etwa 2 bis 4 % der Fahrgäste bekommen laut einer EU-Studie die ihnen zustehenden Entschädigungen.

Alle Arbeiten erledigen wir für Sie und repräsentieren Sie - ohne jegliches zusätzliche Risiko - im Ernstfall auch vor Gericht! Der Anspruch auf Entschädigung ist abhängig von der Flugstrecke. Wem wird die Verspätung der Dienstreise vergütet? Wurde der Flug einer Dienstreise verzögert und ein Anspruch auf Entschädigung erhoben, bleibt die Fragestellung, ob der Mitarbeiter oder der Auftraggeber Anspruch auf die Zahlung hat.

Im Jahr 2010 entschied das LG Aargau, dass eine Entschädigung an den Fluggast und nicht an die Person zu zahlen ist, die den Flugvertrag mit der Airline abgeschlossen hat. Schließlich ist es auch der Dienstreisende, der die Unannehmlichkeit der Verzögerung ertragen muss. Jedoch kann der Auftraggeber im Voraus andere vertragliche Regelungen getroffen haben, wonach die Entschädigungszahlungen an den Auftraggeber abzuführen sind.

Mitarbeiter, die von einer Verspätung auf Geschäftsreisen betroffen sind, sollten sich daher über die in ihrem Betrieb geltenden Vorschriften erkundigen. Ungeachtet der Entschädigung für den Fluggast kann der Auftraggeber auch Schadenersatz verlangen, wenn nachgewiesen werden kann, dass dem Betrieb ein solcher erlitten wurde. Das hat der EuGH entschieden. Der Entschädigungsbetrag darf jedoch den Betrag des Anspruchs des Fluggastes nicht überschreiten.

Das ist besonders dann der Fall, wenn der Mitarbeiter bestimmte Tätigkeiten zu erfüllen hat. Sind die Prämienmeilen einer Dienstreise Eigentum des Arbeitgebers oder des Arbeitnehmers? Mitarbeiter, die oft auf Dienstreisen unterwegs sind, können dank der unterschiedlichen Prämienprogramme der Fluggesellschaften rasch so genannte "Meilen" oder andere Prämienpunkte einlösen.

Und auch hier erhebt sich die Frage, wer Anspruch auf diese "Meilen" und damit auch auf die Prämie hat. Der Geschäftsreisende hat, wie bereits erwähnt, Anspruch auf Entschädigung, sofern im Anstellungsvertrag nichts anderes geregelt ist. Bei Prämienmeilen gilt das Gegenteil: Wenn keine explizite Genehmigung des Betriebes vorliegt, kann der Arbeitnehmer die Prämienmeilen nicht in Anspruch nehmen, weil sie dem Unternehmen angehören.

Im Falle von Verletzungen kann der Mitarbeiter auch entlassen werden! Erhält der Mitarbeiter die Prämienmeilen jedoch als Geschenk und überschreitet der Betrag der Prämienmeilen den steuerfreien Betrag von 1.080 EUR, müssen sie besteuert werden, da sie eine Sachleistung sind. Dann muss der Unternehmer darauf Einkommenssteuer zahlen. Allerdings übernehmen viele Airlines diese Aufgabe für ihre Fluggäste; anstelle des Freibetrages kommt ein Pauschalsteuersatz zur Anwendung, den die Fluggesellschaft anstelle des Arbeitsgebers unmittelbar an das Steueramt zahlt, so dass in der Realität kaum Nachteile auftauchen.

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