Inselgruppe

Welche Azorische Insel ist am Schönsten?

Die Inselgruppe der Azoren besteht aus neun bewohnten und einigen winzig kleinen Eilanden. Weil die Landmassen nicht dichtgedrängt und in unmittelbarer Nähe zu einander liegen sondern sich auf 600 Kilometern verteilen, werden die Azoren in drei Kategorien eingeteilt. Sao Miguel, Santa Maria und die acht Mini-Inseln Formigas bilden gemeinsam die sogenannte Grupo Oriental, die östliche Gruppe. Sie liegen dem Mutterland Portugal am nächsten und zeichnen sich durch ihr vergleichsweise trockenes, sonniges Wetter aus. Ihr Pendant bildet die Grupo Ocidental, die westliche Gruppe.

Prinzipiell besteht diese nur aus den beiden kleinen Inselchen Flores und Corvo, wobei Faja Grande auf Flores das westlichste Dorf der Europäischen Union markiert. Zwischen diesen beiden Gruppen, ragt die größte Ansammlung an Azoreninseln aus dem Atlantik: Faial, Sao Jorge, Terceira, Pico und Graciosa. Die letztgenannten fünf Eilande bilden quasi das Kernland der Inselgruppe der Azoren und liegen nur wenige Fährminuten voneinander entfernt.

Die Unterschiede der Eilande

Welche nun die schönste Azoreninsel ist, hängt vom Geschmack des jeweiligen Betrachters ab. Santa Maria weist sich als sonnige und klimatisch beständige Pforte zum Archipel aus und verfügt als einzige Landmasse über Sedimentschichten. Als Azorische Insel ist sie damit ein Unikat. Der Rest der Inselgruppe wurde nämlich ausschließlich von erkalteter Lava und Vulkangestein geformt. So verfügen sie allesamt über aktive, schlafende und teils erloschene Feuerberge. Calderas gehören überdies zum Erscheinungsbild von Terceira, Faial und San Miguel. Einzig Jorge verfügt über keinen Krater, stattdessen türmt sich der 1053 Meter hohe Pico da Esperanca auf dem Inselchen auf. Corvo ist besonders grün, während Terceira mit vielen kulturellen Highlights und der Chance zum Segeln und Tauchen verzückt.

Inselgruppe Azoren
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Wer sich ein Bild machen möchte, sollte zum Inselhopping aufbrechen.

Die geografische Lage

Die Inselgruppe der Azoren liegt zwei Flugstunden, sprich knapp 1400 Kilometer vor der Westküste des portugiesischen Mutterlandes. Zieht man eine zum Äquator parallel verlaufende Linie von den Azoren bis nach Portugal, entdeckt man auf der Karte, dass die Eilande eigentlich auf der Nahtstelle zwischen Europa und Afrika zu Hause sind. Bis zum Nordamerikanischen Kontinent sind es noch gut 2450 Kilometer. Das nächstliegende, westliche Festland gehört zu Kanada. Diese exponierte Lage mitten im Ozean segnet die Inselgruppe der Azoren mit einem einzigartig milden Klima und der damit einhergehenden, für diese nördlichen Breitengrade ungewöhnlichen exotischen Flora. Entstanden ist der Archipel durch die tektonischen Verwerfungen des Mittelatlantischen Rückens. Dieses Unterwassergebirge zählt zahllose Vulkane, von denen sich einige aus den blauen Fluten erhoben haben. Daraus entstanden die Azoren.

Wer sich selbst ein Bild von den schönsten Inseln der Azoren machen möchte, sollte zum Inselhopping aufbrechen. Speziell die zentrale Fünfergruppe macht das Inselhüpfen zum Vergnügen, sind doch die Eilande immer nur einen Steinwurf voneinander entfernt. Von Faial aus kann man die schneebedeckte Gipfelregion des 2351 Meter hohen Picos und damit die gleichnamige Nachbarinsel mit bloßem Auge erkennen. Dieser höchste Berg der Azoren ist gleichzeitig die mit Abstand wuchtigste Erhebung, die das portugiesische Staatsgebiet zu bieten hat und fungiert als wichtige Landmarke der Region. Wer wandern, reiten, Wale Watching betreiben, tauchen oder dem Müßiggang frönen möchte, ist auf den Azoren genau richtig. Denn die immergrünen Eilande im Herzen des Atlantiks sind ein Naturparadies voller wunderhübscher Kleinode. Es liegt an Ihnen zu entscheiden, welche Insel Sie am hübschesten finden.