Ist Portugal in Europa

Portugal in Europa

Südportugal (offiziell República Portuguesa) ist ein europäischer Staat im Westen der Iberischen Halbinsel. Die portugiesische Regierung ist eines der ärmsten Länder der Eurozone. Hier schrumpft die Wirtschaft und die Arbeitslosigkeit bleibt hoch. Ozean/Azoren - Atlantik/Madeira - Europa/Lissabon. Sie liegt am Atlantik, dem Meer zwischen Europa und Amerika.

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Höchster portugiesischer Gebirgszug ist der 2.351 meter große Stratovulkan Ponta do Pico (auf Deutsch auch Montanha do Pico genannt), der auf der Insel Pico, der Azoreninsel gleichen Namens, aufliegt. Höchster Gipfel auf dem portugiesischen Kontinent ist der 1.993 Metern hoch gelegene Turm. Er befindet sich in der Serra da Estrela (Sternengebirge) und ist der zweite höchstgelegene Gebirgszug Portugals.

In diesen Bergen ist Portugals einziges Wintersportzentrum. Bedeutende portugiesische Landschaft sind der Rote Berg und die Ostsee. ist eine der fruchtbringendsten Gegenden des ganzen Land. Die längsten Flüsse Portugals und der spanischen Insel sind der Tajo, dessen Namen in Spanien Tajo ist. Das Gebiet von Trás-os-Montes ist im Norden Portugals gelegen, abseits des Meeres, so dass die Wintern außergewöhnlich kühl sind, anders als in den Küstengebieten.

An der Algarve befindet sich die am südlichsten gelegene Gegend Portugals und eine der berühmtesten Portugiesen. Die Algarve umfasst auch das Cabo de São Vicente, den südwestlichsten Ort Europas. Porto ist die zweitgrösste Metropole Portugals, aber Vila Nova de Gaia ist sogar gross. Wie der Tajo durchfließt er Spanien und Portugal und wird auf Deutsch Duero genannt.

Die Gegend von Porto ist bevölkerungsreicher als die von Vila Nova de Gaia. Andere berühmte Orte in Portugal sind neben Faro auch die Ortschaften Sankt arém und Fiam.

Wird Portugal bald ?Indien Europas? sein?

Die portugiesische Regierung ist eines der armen Staaten der Euro-Zone. Tatsächlich war ihr Verabschiedung schon sicher: Filipa Neves beherrscht fünf Fremdsprachen - und hat dennoch in ihrem Heimatland Portugal keine Beschäftigung gefunden. Dort in der früheren Portugiesenkolonie auf dem schwarzen Kontinent gedeiht die Konjunktur - getrieben vom Ölboom. Dann hat sie einen endgültigen Antrag gestellt - als letztes Mittel an ein Callcenter.

Sie kennt die Klischees: "Ein Callcenter ist wie ein schwarzes Loch, in das man gesteckt wird. Sie sitzen den ganzen Tag mit einem Kopfhörer da und werden nicht dafür bezahlt", sagt Neves. "Neves hat den Auftrag bekommen. Heute ist sie als Account Managerin für einige der grössten Unternehmen Europas bei Teleperformance Portugal tätig.

Die meisten Angestellten sind halb portugiesisch und halb französisch, halb deutsch oder halb englisch. Es sind die Nachkommen von portugiesischen Familien, die dazu verpflichtet waren, im Ausland zu arbeiten. Beispielsweise sind in den 1960er und 1970er Jahren viele Portugal nach Frankreich gegangen. Heute ist Paris nach Lissabon die bevölkerungsmäßig zweitgrösste Metropole der Erde.

Mit der europäischen Wirtschaftkrise hat nun eine neue Welle der Auswanderung eingesetzt: Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler suchen ihr Schicksal im Ausland. 2. Portugals Arbeitslosenrate ist mit 16% auf Rekordniveau und die Jugenderwerbslosigkeit beträgt knapp 40%. Mit ihren Sprachkenntnissen - Portugal, Spanien, Französisch, English und Deutschland - hätte Neves in ganz Europa einen Arbeitsplatz finden können.

Aber wenn sie im Callcenter arbeitet, kann sie bei ihrer Gastfamilie unterkommen. Mehr und mehr internationale Konzerne wenden sich an Portugal, um dort ihre Callcenter und Service-Hotlines kostengünstig unterzubringen. Nicht nur die portugiesischen Sprachkenntnisse und die hohe Arbeitslosenquote kommen ihnen zugute, sondern auch die geringen Einkünfte.

Der Durchschnittslohn für einen Hochschulabsolventen in Portugal beträgt nur etwa 600 EUR pro Tag. "Die Callcenter-Branche blüht! Wir verdoppeln unser Unternehmen nahezu jedes Jahr", sagt Joao Cardoso, CEO von Teleperformance Portugal und Leiter von Filipa Neves. "Die Entwicklung dieses Marktes ist vollkommen konjunkturunabhängig.

"Im Jahr 2012 ist die portugiesische Volkswirtschaft um mehr als drei Prozentpunkte geschrumpft. In anderen Industriezweigen werden Arbeitsplätze abgebaut, während die Call-Center-Branche jedes Jahr mehrere tausend neue aufbaut. Portugal gehört damit zu den wichtigsten Outsourcing-Ländern in Europa, wie Bulgarien, Irland und Polen. Auch Portugal wird von einem neuen Outsourcing-Trend, dem "Near-Shoring", profitieren, der in Deutschland genauso viel heißt wie eine enge Verlagerung.

Die westlichen Gesellschaften ziehen es nun vor, ihre Callcenter an Orte in der Nähe ihrer Heimat zu verlegen: Anstelle von Indien, den Philippinen oder China bauen beispielsweise die europäischen Gesellschaften ihre Telefonserviceabteilungen in Portugal auf. "Manche große westeuropäische Konzerne holen den Teil ihres Geschäfts nach Deutschland zurück, den sie früher im Auslande gemacht haben", erläutert die Generalsekretärin der Portugal Outsourcing Association, Frau Ramos Pereira.

Die Vereinigung hat es sich zur Aufgabe gemacht, globale Unternehmen nach Portugal zu holen. "Die sind nach Indien gefahren, weil sie mehr Mittel und geringe Lohnkosten brauchten. Doch wenn es um Innovation, Servicequalität, gut ausgebildete und professionelle Mitarbeiter geht - das ist es, was wir hier in Portugal haben. "Wenn die europäischen Unternehmen aus dem Euro-Raum ihre Callcenter in Portugal einrichten, heißt das auch: keine Währungsumstellung, keine großen Zeitverschiebungen.

Das ist ein gutes Business für Firmen, sagt Ramos Pereira, und auch für einige ausländische Mitarbeiter, die dort für die Sprache zuständig sind, die die portugiesischen Sprache nur schwer beherrscht. Darum wurde er von einem Call Center in Lissabon angeheuert. Er hat sich entschieden, nach Portugal zu gehen, weil: "Das Wohnen hier ist viel billiger als in Skandinavien.

"Für Wirtschaftsfachleute ist das Wirtschaftswachstum der Outsourcingbranche in Portugal aussichtsreich. Wirtschaftswissenschaftler raten jedoch davon ab, die Auslagerung als Wundermittel für die ramponierte Portugiese zu betrachten. "Das neue "Indien Europas" wird nicht Portugal sein. "Bis dahin halten sie sich wie Filipa Neves an das, was sie haben. Auch wenn es ein Auftrag in einem Callcenter ist.

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