Kapverden 2016

Kap Verde 2016

Änderung der Richtlinie nach 15 Jahren Auf den Kapverdischen Landtag folgt der Wahlsieg der größten Oppositionspartei: Nach nahezu allen Abstimmungen erhält die MPD mehr als 53 Prozentpunkte der Abstimmungsergebnisse, die regierende Partei 37 Prozentpunkte. Kap Verde gilt als demokratischer Musterstaat in Afrika. Es hat seit der Unabhängigkeit vor 40 Jahren mehrere gewaltfreie Machtveränderungen gegeben.

Die Kapverdamer haben die aus der früheren Liberation hervorgegangene African Party for the Independence of Cape Verde (PAICV) nach 15 Jahren wieder abgewaehlt. Damit wurde die PAICV vor allem für die schwache Wirtschaftslage im Lande bestraft. Nach Angaben der Weltbank hat sich die Staatsverschuldung des westafrikanischen Inselstaates zwischen 2008 und 2013 von 36 auf 81 Prozentpunkte mehr als verdreifacht.

Laut dem Statistischen Landesamt liegt die Arbeitslosenquote bei 16 Prozentpunkten, wobei vor allem junge Menschen keinen Arbeitsplatz haben. Aber auch in der Movement for Democracy (MpD) war die Ökonomie das Kampfthema Nr. 1: Ulisses Correia e Silva, der Spitzenreiter der MpD, hatte 45.000 neue Jobs im Voraus zugesagt - allein in den nächsten fünf Jahren.

Damit ist er inzwischen gut aufgestellt: "Unser Zielvorgabe ist ein jährliches Umsatzwachstum von sieben Prozentpunkten. "Bald ein wirtschaftliches Wunder auf den kapverdischen Inseln? Darüber hinaus will Correia e Silva, die bis Ende 2015 Bürgermeisterin der Bundeshauptstadt Praia war, die Staats- und Auslandsschulden reduzieren. Darüber hinaus ernennt die MPD zurzeit Jorge Carlos Fonseca zum Präsidenten der Republik, der jedoch im Wahlsystem des Archipels der Insel eine repräsentativere, unparteiischere und unparteiischere Mitwirkung hat.

Nach dem Ende des Einparteienregimes auf den west-afrikanischen Inselstaaten zu Beginn der 1990er Jahre ist die bürgerliche MPD der Gegner der sozialdemokratischen PAICV. Die frühere Justizministerin ist seit Ende 2014 Präsidentin der PAICV. "Zu diesem Zweck wollen wir das Geschäftsumfeld aufwerten und die Konjunktur so regeln, dass mehr Konkurrenz entsteht", verspricht Hopffer Almada.

Hoffffer Almada hat bereits eine Besiegung zugegeben. Bislang gab es auf den kapverdischen Inseln zwei gewaltfreie Machtverhältnisse zwischen Regierungs- und Oppositionsseite: Die bis dahin regierende PAICV übertrug nach den ersten kostenlosen Parlamentswahlen 1991 die Macht auf die MpD. "Hier, auf Kap Verde, gibt es keine Todesfälle durch politische Konflikte.

Das kann man überhaupt nicht mit dem auf dem afrikanischen Kontinent vergleichen", sagt der Kapverdamer Politikwissenschaftler Júlio Lopes. Die kapverdischen Politiksysteme bekommen von Júlio Lopes immer noch keine Bestnoten: "Meiner Ansicht nach gibt es eine ausgeprägte Neigung, dass die Politik ihre Macht zu ihrem Vorteil nutzt.

Schon dann werden sich die Parteikonkurrenten PAICV und MPD wieder begegnen.

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