Kerala Reisebericht

Reisebericht Kerala

Indien-Reisebericht von Oliver auf oli.weltreiseforum.com. Ein Reisebericht über meine Trainingsreise in Kerala/Südindien. Die Varkala und die Backwaters von Kerala, der Südspitze Indiens, Reisebericht über eine Reise durch Südindien, Ortsbeschreibungen, Informationen über Land und Leute.

Wir haben nach ihrer Reise nach Kerala einige sehr freundliche Zeilen von Maria Brunnenbauer erhalten. Ayurveda-Kur in Kerala: Reisebericht aus dem Meiveda Ayurveda Resort.

Indien-Reisebericht: "Ankunft in Kochi"

eine kleine Rundreise durch das "göttliche Land", wie die Einwohner ihren Indianerstaat gerne bezeichnen warum Kerala? Wir hatten im Spätherbst 14 Tage Zeit für eine kleine Ausflugstour. Wir haben Kerala als Eintritt ins "unglaubliche Indien" vorgeschlagen, das als Reiseziel nicht immer leicht sein sollte. In Kerala befindet sich einer der wohlhabendsten und am weitesten fortgeschrittenen Staaten Indiens.

In Kerala ist es grüner, denn an der Gebirgskette der Westlichen Hügel sammeln sich die Regenwolken des Indianischen Meeres an und lassen viel regnen. Diese Wasserfülle mündet in die einmaligen "Backwaters" der Welt, ein mehr als 200 Kilometer langes Kanalsystem entlang der Küstenlinie, das den Schiffsverkehr leichter macht als auf dem Landflächen.

Entlang der Küstenlinie gibt es kilometerlange Strände, die genauso wunderschön sind wie die in Goa, aber nur teilweise für den Tourismus bebaut sind. Die Annäherung an Kerala war verblüffend. Die Maschine schwingt über die Küsten und unter uns scheint es wie im Allgäu. Eintrittskarten für das Kastell Kochi, die Altstadt, sind zum Fixpreis erhältlich.

In der Pension Christville Homestay hatten sie uns ganz schön mitgenommen. Die antike Metropole befindet sich auf einer vorgelagerten Insel und gehört nicht zu den Städten Asiens, in denen man keine Hauser vor Werbetafeln vorfindet. Es gibt saubere, verkehrschaotische, aber entspannte Straßen, Fussgänger werden nicht verfolgt, sondern vorbeigewinkt, und es sind weniger bettelnde Menschen zu beobachten als in einer hiesigen Großstadt.

Morgens erwartet uns die Hostess bereits mit dem Fruehstueck im Wohnraum im Erdgeschoss: "Europa-Fruehstueck oder Keralien-Fruehstueck? vor allem eine Schale Chai - die hiesige Tee-Zubereitung mit Vollmilch, Kardamom und Zuckern.

Neu bestell ich mir ein "Keralien-Frühstück" und bin dann von vier Chapatisten mit einem Kartoffelcurry überwältigt. Zu Fuß machen wir uns auf den Weg, um die Innenstadt weiter zu durchstreifen. Also zurück in die Großstadt, die viele tolle Erlebnisse hat. Nicht immer ist die Kommunikation leicht, denn viele Menschen reden kein oder nur ansatzweise Deutsch und wir können auf Malayalam, der Landessprache von Kerala, nur die bedeutendsten Worte: guter Tag = "namaskaaram", leichter geht "hallo", "danke" bedeutet "nanni", besser doppelt, also "nanni nanni".

Nein danke" = "illa nanni" ist auch gut und der lästige Rikscha-Fahrer ist verblüfft. Dort wird Malayalam mit einem unglaublichen "R" gesprochen, das für Bayern Spass macht, aber nur wenige Wörter sind kaum zu erahnen. Eine lange Straße, die von Westen nach Osten durch das Kastell Kochi führt, führt uns zur Haff und zum einstigen Judenviertel, eine weitere Sicht.

Wenn wir Fotos machen wollen, fragen wir: "chiri, chiri !" was "bitte lächeln" bedeutet und es klappt! ja, natürlich, in Indien rennen die Rinder auf der Straße. Als wir aber deutlich machten, dass wir diese äußerst schönen Baumwollgewebe bewunderten, aber in Europa die Menschen nicht in Röcken umherlaufen konnten, war das Lachen großartig und wir wurden mit großer Güte durch die Werkstätte geleitet.

Ähnliches geschah in der beinahe leer stehenden Nachmittagsschule, in die wir uns kurioserweise ganz schlicht über den Garten schlichen. Lediglich ein Fahrzeug sollte nicht gebraucht werden. Es könnte aber auch heißen, dass die Fremdenverkehrspolizei hier so wenig zu tun hat, dass das Fahrzeug nie gefahren werden musste.

Auf dem Weg zurück zur Gastfamilie fangen wir die einzigste Fahrerin aus der Stadt.

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