Madeira Blumen

Die Madeira Blumen

Die Insel Madeira ist zu jeder Jahreszeit ideal: Wer Entspannung auf der portugiesischen Blumeninsel im Atlantik sucht, sollte sich fünf Dinge nicht entgehen lassen. Die Blumenfestspiele auf Madeira (port. "Festa da Flor") finden trationell immer am zweiten Wochenende nach Ostern in Funchal statt und finden statt. Holen Sie sich Bilder von Madeira Flowers und lizenzfreie Bilder von iStock. Und das Smaragdgrün der Vegetation, Madeira ist ein Klimaparadies für seine Vielfalt und Schönheit!

Nicht umsonst wird Madeira als Blumenparadies bezeichnet.

Blumeneuphorie und Blumenpilger

"Sie nennen die kleine Ilha da Madeira " die sogenannte Hölzerne Isel. Die Pfadfinder bestätigten bei ihrer Rückkehr: Die lnsel ist menschenleer. Dies könnte die portugiesische Auseinandersetzung mit Madeira um 1420 gewesen sein. Es ist heute schwer sich vorzustellen, dass die einstige kleine Ortschaft aus dichten Wäldern bestand. Üppige, abwechslungsreiche Pflanzenwelt, Exoten, bunte Blumen - davon gab es bei der portugiesischen Einreise kaum etwas.

Mit der Ansiedlung von Siedlern auf Madeira sind die großen Waldflächen, die er und seine Leute bei der Anlandung gefunden hatten, allmählich verschwunden. Die Hölzer der während der Rodung und in den Backöfen der Zuckerfabriken verbrannten Baumstämme wurden zu Brettern und Stämmen der madeiraischen Zuckererzeugung. Unter den auf der ganzen Welt gefundenen Exemplaren wussten die Wegbereiter wenig mehr als den Wildfenchel namens Fuchsschwanz, nach dem sie ihre erste Ansiedlung benannten:

Funchal. Die Wandlung von der Waldinsel zur Blüteninsel erfolgte im achtzehnten Jahrtausend. Prinzen und Herrscher schmücken ihre Orangerie, ihren Park mit Blumen, Büschen, Gehölzen und sogar mit der ersten Zählung. "Madeiras Weg führte über die Kolonien", so Roberto Jardim, Leiter des Funchal Botanical Garden, dessen Familienname das Portugiesisch für "Garten" ist.

Etwa 2000 Tierarten aus fünf Erdteilen machen die Flora der Elbinsel aus. "Als Zwischenstopp nutzten die Engländer die Insel, um sich zu gewöhnen. "Heute kann man fast alle auf Madeira vorkommenden Tierarten im Funchal Botanical Garden finden. Schon bald war die ganze Welt von der Exotik der Subtropen umgeben.

Bezeichnungen wie "Blume des Ozeans", "Schwimmender Paradiesgarten im Atlantik" oder "Garten der irdischen Begierden" zirkulierten. Das florale Treiben verursachte eine Welle von Reisen nach Madeira, und Funchal wurde zum Zielpilger. Ein Reiseführer über Madeira aus dem Jahr 1885 listet 93 Anwesen und Einfamilienhäuser auf. Nahezu jeder, der sich um sich selbst kümmerte, hat sich eine Quinte mit einem üppigen Park gebaut.

Im Jahre 1881 ließ der schottische William Reid die neue Anlage mit 35 ha Fläche, den jetzigen Pflanzengarten, errichten. In Funchal war Reid seit fast 50 Jahren tätig und verdiente ein großes Einkommen mit dem Verkauf von Quintas und dem Verleih von Tropfen. Als der Betrieb gut läuft, plant er ein Grand Hotel: Er baut es im Stil der alten Schule und schafft einen großen Subtropengarten.

Das 1891 eröffnete Reid's ist bis heute eines der renommiertesten Gebäude der Stadt. In der kleinen, schmalen Bucht, auf der die Schiffsankunft und die Telegramme als Sensation des Alltags und der Gästeempfang als hochrangige gesellschaftliche Veranstaltung galten, wurden die Pracht des Gartens und künstlerische Blumengestecke zu einer Selbstverständlichkeit.

Von dem riesigen Waldbestand, den die portugiesischen Bewohner hier gefunden haben, ist nur noch ein kleiner Überrest übrig geblieben. Dort, wo früher heimische Nutzpflanzen das Land überzogen, wachsen heute Importpflanzen wie Akazie, Eukalyptus, Zier-Ingwer und Cyan-Tabak und ersetzen die letzte heimische Madeira-Flora. Überreste findet man nur auf dem Vulkangürtel im Mittelatlantik - auf Madeira, den Azoren und den Kanarischen Inseln, einem pflanzengeographisch als Macaronesien bezeichneten Teil.

Im Lorbeerbaum haben sich wenige Arten erhalten, darunter Stink-Lorbeer, Kanarischer Lorbeer, Azoren-Lorbeer, Madeira-Mahagoni und Maiblumen. Zum Schutz dieser Reste wurden 1982 beinahe zwei Drittel des Archipels zum Naturschutzgebiet ernannt. "Dies ist nicht aus Gefühlsduselei geschehen", sagt Raimundo Quintal, einer der engagierten Umwelt- und Naturschutzexperten der Elbinsel. Weil es für ein wasserarmes Gebiet wie Madeira keinen schöneren Wasserkollektor gibt als den hier.

Die Geografin und Botanikerin setzt sich für die Umwelt Madeiras ein - und gegen die Landesregierung, die Planungen der Löwen und die Unwissenheit der Einheimischen. "Wenigstens 75 % der Madeirer haben nie einen Fuss aufs Land gesetzt", meckert er. Die Naturschützerin betrachtet die vielen importierten Pflanzen, auf die Madeira so viel Wert legt, als das größte Böse.

Madeira's wertvollster Reichtum ist die unberührte Landschaft. Wer mit der Umwelt wirbt, vergibt mehr und mehr Genehmigungen, um sie mit immer mehr Hotel- und Straßenanlagen auszubauen. Nicht wie im TV! In allen Gartenanlagen erblüht die auffallend orange-gelb-blaue Blume, weshalb sie für viele das Markenzeichen der Stadt ist.

Die lateinischen Namen sind Candicans von Échium, die Madeirer Massaroco, die Engländer Pride of Madeira. "Es gab nie eine amtliche Madeira-Blume", sagt Roberto Jardim. Jardims Faszination liegt darin, dass sie nur auf Madeira aufblüht. Er hat die besten Ausweise.

Madeiras Hochmut gedeiht nun auch in Deutschland.

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