Ostkanada Reisebericht

Ost-Kanada Reisebericht

Ein Reisebericht nach Kanada von Séverine und Nikolas auf www.sn-reisewelt.de. Der wilde Osten Kanadas: Zur Halbinsel Gaspésie. Reiseinformationen und Berichte über unsere Reisen durch Kanada finden Sie hier.

Eintauchen in unsere Reiseerlebnisse rund um Natur, Tiere und Abenteuer - das habe ich kürzlich in meinem Reisebericht aus Kanada geschrieben.

Reisebericht: Rundreise Ostkanada zum Indian Summer, 25.09.

Indischer Sommer in Kanada - dies ist die populärste Zeit für die meisten Einheimischen. Toronto, Montreal, Québec und viele andere Naturparks - lass dich kidnappen! Den berühmten Indian Summer erwarten uns im östlichen Teil des Land, natürlich in einer Anbindung der großen Städte wie Québec, Montreal oder auch Toronto mit den Traumlandschaften und unendlichen Wüsten.

Das Gleiche geschieht in Leipzig, Berlin und auch gleich in Frankfurt und am Abend kommen wir alle zusammen in Frankfurt für unseren Langstrecken-Flug nach Turin an. Auf dem Weg zur Zeit scheinen die Tage nicht zu enden und so sind wir glücklich, als wir endlich in der Stadt ankommen.

Unsere Reisebegleiterin Christa wartet schon auf uns und nimmt uns mit allem Gepäck mit zum Bustransfer. Wir sind völlig erstaunt über die außergewöhnlich hohe Außentemperatur von 30°C - eine solche Welle hat Toronto im vergangenen Monat nicht erfahren. Weil wir in Toronto sehr wenig Zeit haben, was wirklich bedauerlich ist, erforschen einige noch immer die Gegend des Hotelpark.

Christa rief um 08.30 Uhr zur Stadtbesichtigung an und natürlich sind wir auf Zeit. Durch das Finanzviertel von Toronto geht es, wir bestaunen den großen Stadtteil der Universität von Toronto mit seinen mehr als sechzigtausend Studierenden - hier finden Sie wunderschöne viktorianische Landhäuser inmitten schöner Parks - und quer durch Chinatown, wo über 500.000 Einwanderer leben.

Im Stadtzentrum, genau genommen am Brookefield Place, steigt man aus und Christa führt uns kurz in die kleine "Unterstadt" von Thornont. Danach geht es weiter auf den herrlichen Straßen, den Ontariosee fast immer im Sichtfeld. In 58 Sek. nehmen wir den Aufzug auf 333 Höhenmeter und geniessen den Ausblick über die 5 -Millionen-Metropole Thorn.

Für die ganz Tapferen hat die Aussichtsterrasse eine kleine Glasfläche, auf der man einen vertikalen Durchblick hat. Wir steigen nach einer schönen Zeit wieder in unseren brandneuen Reisebus und fahren zu den Niagara Wasserfällen. Heute haben wir uns entschlossen, die für morgen vorgesehene Bootstour zu den Niagarafällen zu unternehmen - bei 33° C erhoffen wir uns eine Abkühlung.

Ein Höhepunkt des Abends ist der Ausflug zu den Niagara-Wasserfällen oder besser in die Sprühnebel.... Durchtränkt kommen wir wieder in Niagara Falls an und haben Zeit, den Fluss entlang zum Parken zu laufen. Etwas müde und leicht sonnengebräunt führen uns Christa und Jocelyn zu den "gefährlichsten Strömungen der Welt", den Niagara-Stromschnellen.

Zeit für einen Fotostop UND die halbe Truppe beschließt eine Fahrt mit der Seilbahn über den Niagara in einem Siebkorb. Glücklicherweise gibt es heute keinen Wind, so dass wir den Erklärungen leise zuhören und den Blick in die Wildnis geniessen können. Danach fahren wir zu unserem Haus, mit einem Halt im lokalen Schnapsladen.

Die Lage unseres Hotels ist ideal, so dass wir heute Nacht zum Essen gehen können. Heute essen wir im Panoramarestaurant des SkyTower mit fantastischem Ausblick auf die Niagarafälle. Viele von ihnen machen heute einen Bummel. Die Niagarafälle ähneln einem kleinen Laser Vegas, natürlich in einer kleineren Größe.

Nach einem typischen Frühstücksbüffet mit Toast, warmem Essen und Früchten geht es heute gut befestigt los für unseren ersten richtigen Ausflugstag. Die Zeit ist hier stillgestanden und als Gegensatz zu den Niagarafällen ist das Ortsbild von kleinen viktorianischen Landhäusern, englischen Gartenanlagen und Bed and Breakfasts gekennzeichnet. Über Weinberge und Obstgärten kehren wir in die Metropole Toronto zurück, bevor wir nach Midland einbiegen.

Danach haben Sie Zeit, die mehr als 20 Häuser der Siedlung zu besichtigen. Nach dem heutigen Tag im Rahmen der HP, kümmern wir uns um den Rest des Abends, denn unser Haus befindet sich in der Mitte der Norm. Nach diesem Tag mit über 500 Kilometern im Reisebus kann jeder den Tag ganz nach seinen Vorstellungen beenden.

Vor dem Algonquin Park wachen wir heute mit großer Aufregung auf. Aber zuerst gibt es einen Schock: Die Temperatur ist auf 7°C gesunken - beinahe 30°C Differenz zu Niagara. Unser schönes Hotelzimmer am Peninsula Lake ist wie immer köstlich und wir brauchen die Erfrischung heute.

In den Algonquin Nationalpark gehen wir und schauen nach den Algonquin Outfitters. Erst ein hölzernes Paddel in der passenden Grösse und eine Rettungsweste, dann geht es, aufgeteilt auf drei Kajaks, in die wunderschöne Natur des Oxtongue Lake. Natürlich rudern wir selbst und jeder tut sein Möglichstes, aber der Schwerpunkt unserer vier Kilometern lange Rennstrecke ist natürlich der Genuss der Kultur.

Wir können die große Fragestellung zum Indian Summer beantworten: Ja, es gibt Blattfärbung - auch in den verschiedensten Farbtönen - aber nicht ganz so umfassend und explosionsartig, wie wir gehofft hatten. Doch das lässt uns nicht im Stich, sondern genießt die Gelassenheit des Wasser, die beeindruckenden Waldgebiete und die Abgeschiedenheit.

Danach geht es zurück ins Paddelboot und wir singen in unseren heimischen Hafen - ein Genuss für alle. Aufgrund der Wetterprognose für morgen hat sich unsere Reiseführerin Christa das Programm überlegt und so geht es zum malerischen Kanusee, wo wir bei einem Lunchpaket am Ufer des Sees unsere Lunchpakete ausleeren.

Danach besichtigen wir die Fichtenmoorpromenade, einen Holzplankenweg durch eine Moorlandschaft. Wir haben genug körperliche Arbeit für heute geleistet und alle sind gespannt auf das Haus. Die meisten Leute gehen im Restaurant des Hotels aus. Danach habe ich eine kleine Überaschung organisiert: Eine Mittagspause - mittlerweile sind wir alle Tim Horton Profis - und am Mittag steht die kanadische Landeshauptstadt vor uns.

Danach geht es zur Rideau Hall, der offiziellen Adresse des Gouverneurs von Kanada. Danach gehen wir zum Stadthotel und am Nachmittag wandern wir - mit einem kleinen Abstecher - zum Gasthaus Jonny Farina, wo wir heute Nacht zu Mittag essen. Nach dem Essen geht jeder einzeln ins Haus zurück. Die einen halten noch beim Messehotel Chateau Laurier, einem der 5-Sterne Hotels der privaten Bahngesellschaft CP in jeder größeren Stadt Kanadas, die anderen gehen in das "Irish Quarter" nahe dem Byward Market.

Zum ersten Mal entsteht beim Fruehstueck die Lust auf das lokale Brauchtum, aber fuer ein paar Tage geniessen wir das typische Kanada-Fruehstueck. Es macht uns viel Spaß, aber dann müssen wir gehen, denn Montreal wartet noch heute auf uns. Von hier aus hat man einen phantastischen Ausblick auf die Stadt. Zu Fuss geht es durch die alte Stadt, wir gehen zum Parc Jean Drapeau, wo wir einen herrlichen Ausblick über den St. Lorentz Bach bis zur Silhouette haben und während der Busfahrt kein Bauwerk ausbleibt.

Auf eine unterhaltsame, humorvolle Tour verabschiedet sich die Künstlerin von ihrem Freund und jeder arrangiert den Ausflug. Heute wird das Areal für verschiedene Vorhaben benutzt und so geht es zum Velodrom mit einem Helm. Danach geht es zurück in die alte Stadt, denn Christa hat schon vor Tagen etwas inszeniert.

Christa hat noch eine kleine Ueberraschung fuer uns: Der Weg zur Lac Taureau ist eine kleine Sackgasse, nach dem Haus gibt es nur noch viel Ruhe. Lediglich Mücken und der Anblick der Temperatur lässt uns erzittern - es sollten nur 2° nachts sein....

Wir sind vor weniger als einer Woche bei 31° in Toronto angekommen.... Auf einmal erfahren wir die Katastrophe: Unsere Reiseführerin Christa ist für einen Augenblick unkonzentriert und fällt über eine Verwurzelung auf ihre Hände. Also laufe ich zurück zur Reception und besorge mir einen ersten Helfer auf einem Quad, der dann Christa mitbringt.

Als wir weitergehen, wird Christa ins Spital gebracht und wir werden dich erst am späten Vormittag wiederfinden. Unsere schöne Wanderung durch den Regenwald geniessen wir. Ich genieße die Stille, habe sogar Essen mitgebracht und freue mich auf einen Sonnennachmittag. Wir lassen uns nicht so richtig ausruhen, denn am späten Vormittag wollen wir wieder auf dem Wasser und 12 unermüdlich die Stille inmitten der Wildnis aus dem kanufahren.

Danach gibt es wieder ein schmackhaftes Menü und danach habe ich ein schönes Feuer aufgetischt. Gerade in diesem Augenblick taucht Christa mit eingeworfener Handfläche auf und sagt uns, dass sie die Reise nicht beenden kann. Eine hochemotionale Verabschiedung eines phantastischen, witzigen und kompetenten Reiseleiters erfolgt.

Wir verweilen ein wenig wehmütig und geniessen später die frischen Seelachsforellen vom Kamin - gefischt, gereift und gekocht von einem unserer Mitreisenden. Wir fehlen Christa und ich füllte den Platz des Reiseleiters - natürlich nur temporär, denn am Abend sollte uns ein anderer Reiseleiter aufsuchen. Ein großes Willkommen zwischen Reiseführern, Autofahrern und Reisegefährten und interessierten Besuchern.

Nach einem riesigen Gruppenfoto müssen wir uns einmal absetzen und gehen heute weiter zum ersten Touristenprogrammpunkt, der Wallfahrtsbasilika in Cap de la Madeleine. Dort haben wir Zeit, die schöne Pfarrkirche, den anliegenden Schlosspark und das alte Kirchlein zu besuchen - alles schon mit direkter Sicht auf den St. Lorentzbach, der uns noch lange begleiten wird.

Das nächste Reiseziel ist der 83 m hoch - über den Niagarafällen - Montmorency Wasserfall, unweit der Stadt. Doch was ist gut für uns an einem solchen Ausflugstag? Zum Abschluss der Wasserfallwanderung wartet unser neuer Reiseleiter Marina auf uns. Nach einem weiteren Halt im Visitor Center in Baie-Sante-Paul erreichen wir endlich unser Haus in Málaga.

Die Speisekarte ist wieder lecker, gefolgt von einem Abschluss an der Theke. Wir brauchen etwas mehr Zeit, aber wir gehen nicht vor 21:00 Uhr. Das Reiseziel ist die Bucht von St. Catherine, aber auf dem Weg dorthin machen wir eine angenehme Beobachtung: Endlich sind wir im Indian Summer da. Am Ende der Fahrt ein Highlight und jeder erhält das Wunschfoto mit den bunten Bäumen.

Dann wird es etwas schwierig, sowohl bei der Betrachtung als auch besonders beim Klima. Auf Wiedersehen zum Nordpunkt unserer Fahrt und Rückkehr nach Québec. Hier haben wir genug Zeit, um zu geniessen, über eine Hängebrücke zu gehen oder die Stille zu geniessen.

Danach geht es zur Pilgerkirche Basilika der Heiligen Anna de Beaupre. Anschliessend haben wir Zeit für eigene Erkundungstouren und halten in einem Einkaufsmarkt für ein individuelles Mittagessen, bevor wir nach Québec ins Stadtzentrum einfahren. Danach geht es in die Oberstadt, wo sich auch unser Haus befindet.

Danach gehen wir in unser Haus und gehen zurück in die Innenstadt. Abends wartet ein Touristenessen auf uns. In den Wäldern im Norden der Innenstadt kommen wir zu einer familiengeführten Ahornsirup-Extraktionsanlage. Unser Weg geht zu Ende und neben der Zusammenfassung aller Erfahrungen gibt es auch ein wenig wehmütiger.

Nach einer erholsamen Nacht und einem gemütlichen Frühstück geht es zurück nach Deutschland.

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