Reisebericht Moskau

Reisebegleitartikel Moskau

Ein Reisebericht von Hans Hase aus Dortmund. Dietmar Kreiß, meine Moskauer Momente. Auf der längsten Eisenbahnstrecke der Welt durch endlose Weiten von Moskau nach Asien. Nach dem ersten kompletten Treffen der Gruppe am Flughafen, starteten wir und kamen sicher am Moskauer Flughafen an. Feuerchtwanger, der diesen Reisebericht geschrieben hat.

Reisejournal Moskau mit Kreml und neuem Mädchenkloster

Moskau, die grösste europäische Metropole, ist sicherlich einen Besuch lohnenswert. Einzig der Roten Markt mit seinem geschichtsträchtigen Stadtmuseum, dem Auferstehungsportal, dem Lenin-Mausoleum und der Basiliuskathedrale bieten einige sehenswerte Aussichten. Wir besuchten aber auch die weniger berühmten Orte der Hansestadt wie das Neue Mädchenkloster, das Freiluftmuseum Kolomenskoje und die ehemalige Ferienresidenz von Katharina der Großen, der Zarin.

Trotzdem benötigen wir diese Großstadt kein zweites Mal so zügig. Weil Moskau bei aller Schönheit zweifelsohne auch eine der mühsamsten Städte Europas ist, wo das Reisen mit der U-Bahn immer ein anstrengendes Erlebnis ist - die beste Variante zum harten, oft stagnierenden Straßenverkehr auf den drei- und vierspurigen Hauptverkehrsstraßen der Hauptstadt.

Ich habe auf der Landkarte von Moskau die individuellen Attraktionen und Parkanlagen eingegeben, die wir während unserer Stadtrundfahrt aufsuchten. Der Abstand der Einzelpunkte gibt uns eine Vorstellung davon, was wir auf unseren Ausflügen durch die Innenstadt erwartet haben....

Reisebericht: Stadtrundfahrt Moskau - das pulsierende Zentrum Russlands, 27.07.

Bei unserer Stadtrundfahrt nach Moskau wurden wir in die sowjetische Großstadt, Haupt- und Residenzstadt von über 12 Mio. Menschen an der Moskva eingeführt. Eingeschlafen und voller Erwartung hatten wir heute 12 Reiselustige nach Russland. Von Dresden aus nahmen wir unser russisches Flugzeug nach Moskau, wo uns zuerst die Reisepasskontrolle erwartet.

Oksana, unser Reiseleiter, hat uns wie angekündigt hinter der Gepäckausgabestelle abgeholt und zum Reisebus geführt. Schon bei der leichten Fahrt zum Oksana konnten uns viele spannende Erzählungen über Sehenswertes, Landschaft und Menschen erzählt werden. Bei unserer Anreise haben wir eingecheckt und uns auf ein gemeinsames Essen im Haus gefreut. Um 10 Uhr morgens wurden wir von Oksana abgeholt und begannen mit einer orientierenden Stadtführung.

Vom Sperlingsgebirge aus hatten wir einen herrlichen Blick auf Moskau. Der damalige und heutige Sitz der Regierung Russlands und das Herzstück der großen Ringautobahnen. Beginnend mit den Krönungskleider der Kaiserin und den Gewändern der Kaiserin, über filigrane geschmückte Wagen aus dem 17. bis 18. Jh., bis hin zu Küchengeräten und Statussymbole oder Gaben des Zarenhofes war alles im Zeughaus zu finden - auch 10, die berühmte Fabrik-Ei.

Wir besichtigten hier die Mariä Himmelfahrt Kathedrale, die Hauptpfarrkirche des Kremls und die bedeutendste russisch-orthodoxe Kirchen. Dort wurden alle Zaren Russlands bekrönt. Die Oksana konnte uns viel über den Bau und die Wichtigkeit der Kathedrale und der Bilderwand sagen. Nach einer kleinen Einführung durch Oksana konnten wir eine der weltgrößten Sammlungen westlicher Kultur auf eigene Faust aufdecken.

Schon Oksana hatte uns gewarnt: Heute sollte der wärmere Tag in Moskau sein. Wir sind mit beladenen Fotoapparaten zu unserem ersten Tagesordnungspunkt gefahren: zur Leistungsschau der Sowjetunion - kurz der VDNCh-Park. Der große Messekomplex wurde wieder aufgebaut, aber wir bekamen einen ersten Einblick, auf was die Moskowiter besonders stolze Menschen waren.

Wenn sich die Teilnehmer vor dem Haupteingang befanden, nahmen sie den Linienbus zum Ziel. Von hier aus starteten wir unsere Tour durch Moskau, wo wir ein leckeres 4-Gänge-Menü genossen, während die bedeutendsten Sehenswuerdigkeiten Moskaus vorbeizogen. Schon aus dem Meer konnten wir einen ersten Eindruck von "Moscow City" gewinnen, einem noch im Aufbau befindlichen Stadtteil, in dem sich hauptsächlich Geschäfts- und Bürohäuser sowie Hotelanlagen und Apartments für die russische "Premiumklasse" befanden.

Festung. Wir fuhren weiter zur Tretjakow Galerie. Unser Reiseleiter florierte und infizierte uns mit ihrer Begeisterung. Wir sind mit vielen neuen Impressionen und Einsichten nach Moskau zurückgekehrt, weil wir die Metropole an der Moskva wieder von oben sehen wollten. Der Ausblick war atemberaubend!

Zum Ausklang des Abends gingen wir in ein traditionelles russiches Lokal, um die berühmte pelmenische Küche zu probieren. Heute ging die Fahrt in den südlichen Teil Moskaus, zum Kolomenskoje-Außenmuseum. Der Reiseführer empfing uns in traditioneller Kleidung und zeigte uns den umgebauten hölzernen Palast von Zar Alexej I. Er erläuterte uns alles über die Räume und das russische Zarenleben.

Im Garten bewunderten wir unter anderem die Pfarrkirche, die zu Ehren von Iwan dem Furchtbaren wurde. Was wäre Moskau ohne seine U-Bahn? Täglich benutzen etwa 9,5 Mio. Moskowiter das 350 Kilometer lange Untergrundnetz. Das Gleiche haben wir auch getan und sind in die U-Bahn gestiegen.

Die nächste U-Bahn, die normalerweise alle 90 Sek. fährt, brachte uns zu den nächstgelegenen Stationen: So, das war es also, unser letztes Moskau-Tag mit Plan. Nach der Rückfahrt zum Haus konnten wir den Rest des Nachmittags einzeln für die letzte Erinnerung oder die Russenküche ausnutzen.

Nach etwa anderthalb Autostunden kamen wir am Abflughafen an. Sehr geehrte Gäste, es war ein Vergnügen, diese russische Königsperle mit Ihnen kennen zu lernen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich würde mich über ein baldiges Wiedersehen amüsieren. Bleib gesünder und reisefreudiger!

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