Wandern Marokko

Marokko Wandern

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Anreise: Die Reise: Bergwandern in Südmarokko

Marokko, nahe genug für ein langes Weekend und weit genug, um ein ganz anderes Lebensgefühl kennen zu lernen. Wenn Sie dem überwintern entkommen wollen, biegen Sie bei Taraudant in den Anatlas ein. Ein Spaziergang durch das ehemalige Haus der Biber. Am Ende der Erde sind wir in einer Klamm, wir haben das Fahrzeug in der kleinen Ortschaft Assads geparkt, zuerst sind wir eine Schotterstraße hochgefahren und dann ein Flussbett überquert.

Auf der rechten und linken Seite erstrecken sich die roten Felsen senkrecht nach oben, bis sie in ein hohes Plateau einmünden. Aber das wird er nicht, denn dies ist weder eine Karl-May-Verfilmung noch das Wildkurdistan, sondern der südliche Teil Marokkos. Nicht Hadschi Halef Omar, der Weiser aus Junet in Algerien, sondern David Scholl, der vor vielen Jahren zum Wellenreiten kam und als Wanderführer für die ASI (Alpinschule Innsbruck) blieb.

"Sie ist für die am Ende der Klamm und vor allem auf dem Hochplateau lebenden Bergbewohner die einzigste Verbindung zur Erde. Aber auch Marokko - das hat sich in den letzten Jahren zu einem touristischen Ziel erster Güte gewandelt. Casablanca, Rabat, Fes - und natürlich Marrakesch, das kulturelle Welterbe am Fuße des Großen Atlas.

Er geht nach Taraudant, einer Provinzstadt, die im Kleinen wie Marrakesch auszusehen hat. Dahinter geht es nicht direkt ins Innere des Atlas, sondern nach oben. Da alle Bergsteiger und Trekking-Touristen bei der Abzweigung nach Taraudant, auf der anderen Talseite der Souss-Ebene, im Gegenatlas, ganz unberührt und weitgehend inaktiv sind.

Während im Atlas mit seinen über 4000 Metern Höhe bis weit in den Frühling hinein schneit, ist es im Gegensatz dazu im Anatlas ganzjährig verschneit. Wenn Sie dem Wetter entkommen wollen, biegen Sie bei Taraudant nicht ab.

Deshalb brachte uns David hierher, in die Klamm, die von Assad's in den Anti-Atlas mündet. Und wenn das wahr ist, dann ist Marokko weit weniger bergig, als wir dachten. Die Terassen erstrecken sich in großen Schritten vom Abhang bis zum Fluß, und die Tatsache, daß der Fluß an einigen Orten vertrocknet ist, spielt keine Rolle: Hoch über dem Watt haben die Einwohner auf beiden Hangseiten ein Beregnungssystem errichtet, das sich von der Oasenquelle am Ende der Klamm ernährt.

Die beiden Grachten verlaufen wie zwei etwas grössere Dachrinnen durch die Klamm. "Obwohl der Große Atlas und der Anti-Atlas nur wenige Meter auseinander liegen, haben die beiden Berge nichts zu tun. Das Anti-Atlas ist Teil der African Plate, es ist natürlich viel alter.

Das Haus der Chleuh-Berber ist der Anatlas. Wenig gedeiht auf den kahlen Boden des Antiatlas: Thymian, Rosmarin und wenige andere genügsame Gewächse wie die seltsamen Früchte der Orangenbäume und die Samen, aus denen das bekannte Orangenöl gewonnen werden kann. Wadis, Bachbetten, bewegen sich nur gelegentlich durch den Anatlas, die meiste Zeit des ganzen Jahrs sind sie vertrocknet, nur im Frühling tragen sie Feuchtigkeit.

Auf einem solchen steht Marko Mohammad, der nach seiner Ehefrau fragt. Der 68-jährige Marko Mohammad wirkt keinen Tag älter, vielleicht weil er kaum noch Zähnchen hat. Marko, der den Berg schon einmal bewachte, weiss wohl nicht, dass es sein Ururgrossvater war.

Ein besonders gut bewahrtes Beispiel dieser Lagerburgen Marokkos ist Inoumar. Übrigens ist es die grösste im Anti-Atlas: 14 Ortschaften behielten hier ihre Habe, so gab es bei seiner Trauung 600 Lagerräume, die auf drei Stockwerken über einander gebaut wurden. Früher sagte Marko, seine Ehefrau, die drei Söhne und er lebte hier.

Aber er ist immer noch jeden Tag in Agadir, er hat hier auch ein Retreat und eine Kueche, und wenn wir es betritt, duftet es nach etwas Essbarem, dem Marokkanischem Volksgericht, in dem verschiedene Gemuese und Fleische zubereitet werden.

Marko Mohammad und seine Ehefrau sind wie alle in den Ortschaften des Anti-Atlas Biber. Fast ein drittel der marokkanischen Bevölkerung, d.h. zehn Mio. Menschen, gehört dieser ethnischen Gruppe an. Seit mehreren tausend Jahren wohnen die Beeren in der Gegend, viel mehr als alle anderen Einheimischen. Sie haben ihre eigene Muttersprache, ihre eigene Zivilisation, und obwohl der islamische Glaube zur Berberreligion geworden ist, haben sie den geisterhaften Glauben ihrer Ahnen nie ganz aus der Zivilisation verdrängt, sondern ihre Version des Islams damit bereichert.

Sie wurden auch im heutigen Marokko jahrelang verdrängt; erst seit 2011 ist ihre Muttersprache neben der Arabischsprache die Staatsangehöriger. Und wenn man ein paar Tage in der Berberregion bleibt, bemerkt man, dass dies vor allem für die Frau gilt: Im Gegensatz zu ihren Arabern reisen Berberinnen oft enthüllt, auch in den ländlich geprägten Gebieten des Anti-Atlas.

Dies sollte auch für Mohammad und seine Ehefrau gelten: Wenn David sich verabschieden will und ihm ein paar Dirham-Scheine, die Landeswährung, schenken will, sendet Marco ihn zu seiner Ehefrau. Einige der marokkanischen Klischees sind doch nicht ganz unwahr.

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