Wetter auf den Azoren im Februar

Das Wetter auf den Azoren im Februar

Gibt es im Februar noch eine Chance für den Winter im Tiefland? In der Regel handelt es sich dabei um ein Azoren- oder sogar ein Mittelmeerhoch. Sein Finale war von den niedrigen Bedingungen auf den Azoren geprägt. Er scheiterte und musste ohne Wetterberichte und Wertungen auskommen.

Azoren hoch vs. Island niedrig

Zu den bedeutendsten Köchen für unsere Wettergeschenke gehören die Azoren hoch und Island niedrig. Die Azoren gehören zum subjektiven Hochdruckband, das mit Luftmengen aus dem Äquatorgebiet versorgt wird. Der isländische Tiefpunkt ist mit polarem kalten Wind durchzogen. Wenn die Azoren hoch und Island niedrig gut entwickelt sind und sich an ihren Ursprungsorten aufhalten, erstreckt sich die Frontzone, die im Gefällefeld zwischen beiden Druckformationen liegt, bis ME mit überwiegend westlichem Wind.

Dies führt je nach Saison zu einem wechselnden feucht-milden (Winter) oder feucht-kalten (Sommer) Klima. Je nach Lauf der Frontzone dominiert im alpinen Raum der Antizyklon ale (Nordkurs) oder Zyklon. Die Dominanz der isländischen Tiefebene und damit der Zyklone ist in diesem Jahr unübersehbar. Dennoch ist das Azoren-Hoch nicht so leicht zu schlagen.

Er wird nicht ermüdet, die Frontzone auf NEIN umzuleiten, sie für unser Wetter zu sperren und die Ströme nach Norden umzuleiten. Bisher jedoch ohne Tragfähigkeit, da die kanadische Kaltluftmasse im Nordwestatlantik gewalttätige Tiefdruck-Entwicklungen induziert und damit den isländischen Tiefdruck dauerhaft regeneriert. So und morgen bestimmt die sehr milden Wassermassen, die um die Azoren hoch geführt werden, und der antizyklonale Einfluß unser Wetter: Bei Di ist eine weiche Kältefront in die Wasserströmung eingelassen.

Mitten in der Woche führt das Azoren-Hochwasser ein Wölbungsexperiment durch und leitet anschließend ein Niederdruckgebiet zu ME auf seiner NO-Flanke, das vorübergehend Schneefall in niedrige Höhen bringt: Bereits am nächsten Wochende wird die kalte Luft durch leichte Atlantikluftmassen abgelöst. Gibt es im Februar noch eine Möglichkeit für den winterlichen Untergrund?

Der berechnete North Atlantic Oscillation Index (NAOI) ist ein guter Gradmesser für die Druckdifferenz zwischen dem Azoren-Hoch und dem Island-Tief. Bei positivem Verlauf sind beide Druckbildungen mehr oder weniger deutlich und die Durchblutung ist zonenförmig ( "Westwind"), im Negativfall handelt es sich um ein meridionales Durchblutungsmuster (Trog-/Rückenmuster) mit einer Chance auf Nordströmung und damit auf Winterwetter.

Betrachtet man die NH (Nordhalbkugel) Anfang der ersten Woche im Februar, so wird deutlich, warum die aktuelle GWL eine ausgeprägte Tendenz zum Naturschutz hat und mittelfristig keine tragfähigen Winterwetterbedingungen bis ins Tiefland zu befürchten sind. Eine neue Talsohle über ME, die einen Hinweis auf den bevorstehenden Winterschlaf gibt, wird aufgrund einer Hurrikanentwicklung in der Nähe von Südgrönland keine dauerhafte Existenz haben:

Mehr zum Thema