Wohnmobil Norwegen Reisebericht

Reisemobil Norwegen Reisebericht

Es ist nicht die tragischste Sache in einem Wohnmobil, du hast alles dabei. Mit dem Reisemobil nach Südnorwegen. Mit dem Wohnmobil durch Norwegen und Schweden. Zum ersten Mal mit Wohnwagen oder Wohnmobil nach Schweden. Die Küche im Wohnmobil kalt zu lassen, ist in Norwegen ein teures Vergnügen.

Reisebericht: Wohnmobilurlaub Norwegen Page 2

Wir bummeln ein wenig, reinigen uns und das Wohnmobil und führen ein Notizbuch. Erst um 14:30 Uhr. Das kann nicht sein, dass die nordische Kulturlandschaft immer etwas Superlatives hat. Jeden Tag gibt es eine neue Überraschung: Zurück auf dem Platz werden wir von einem alten Rhinelander plötzlich angeschrien, dass wir sie nicht begrüßen und alles zerstören würden, was sie über Dekaden erbaut haben.

Wir setzen unseren Weg entlang des Sörfjords fort. Die Nacht verbringen wir hier auf dem Parkhaus am Badesee. Also wollen wir durch den längste Straßentunnel (ca. 20 km) durchfahren und uns dann im letzen Augenblick für die klassischere, schönste Strecke über die Bergwelt entschließen. Die Fahrt geht durch das norwegische Bergland Fjell.

Bevor eine Serpentinenfahrt beginnt, machen wir auf einem großen Parkdeck Halt, nehmen Tische und Sessel heraus und machen ein Rast. Sie müssen es selbst ausprobieren. Wir müssen vom Felsen herabsteigen und den Fjord in der kleinen Stadt Wik erreichen. Wir besuchen in Wik eine der längsten Stangenkirchen Norwegens.

"Unglücklicherweise konnten wir diesen Rat von unserem Navigationssystem in der Mitte des Fjords nicht befolgen. Wir wollen heute die Sognefjell-Route nach Lom nehmen - ca. 130 Kilometer. Der Himmel ist niedrig. Etwa 60 Kilometer entlang des Lustrafjords - die Regenwolken ziehen immer mehr ab. Die Fjordfarbe des Wassers ändert sich allmählich von einem blauen zu einem eisgrünen.

Danach sieht man, dass der Fluss von einem opalgrünen Gletscherfluss durchflossen wird. Den mehr als 1000 Höhenmeter Unterschied befahren wir nahezu ausschliesslich im zweiten Durchgang. Mit scharfen, eckigen Felsblöcken befahren wir das Geröll. Gegenüber den drei größten Gebirgen Norwegens machen wir eine Rast auf etwa 1500m. Unglücklicherweise können wir die Berge nicht erkennen - sie sind von Bewölkung bedeckt.

Übernachtung auf dem Parkhaus vor der Stangenkirche. Keinerlei Spuren von Nässe. In Norwegen erhalten Sie es gratis - an jeder Mobilheim-Entsorgungsstation, die es in nahezu jeder mittelgroßen Stadt gibt. Sie sind sehr gastlich, diese Norwegischen. Die Fahrt führt durch weite, zarte Täler, die uns oft an den Schwarzwald erinnerten. Dombas hat ein großes Touristenzentrum und wir haben die ersten Zwergtrolle.

Klein, groß, klein und groß in nahezu jeder Lebenslage. Unser Wohnmobil parken wir in der Innenstadt in der Nähe des Stadions an der Wohnmobil-Entsorgungsstelle. Die Atlantikstraße, eine der wohl schoensten Kuestenstrassen der Erde, erreichen wir im Nieselregen. Die ist wirklich sehr hübsch - aber so viel von ihr können wir uns nicht vorstellen.

Wenn man sie aber nicht an ihrer Ästhetik erkennen kann, kann man sie an den vielen, vielen Reisemobilen erkennen, die an allen erdenklichen Stellen stehen. Lästig: Gerade der Platz, von dem aus die vielen namhaften Bilder der berühmt-berüchtigten Kurvenbrücke aufgenommen wurden, ist für den Bau gesperrt.

Die Fahrt führt uns zum nördlichen Ende der Atlantikstraße und wir machen ein Mittagsschlaf. Zum Glück hat der Niederschlag für eine Weile nachgelassen. Da hier der Nordpunkt unsere Fahrt ist und wir dafür 2780 Kilometer zurückgelegt haben, stellt die Atlantik-Brücke für uns eine ganz spezielle Pause dar.

Die Atlantikstraße im Süden - bei jedem Klima. Von der Küste ist wenig zu erkennen, was darauf hindeutet, dass sie vermutlich bezaubernd ist. Mutig bleiben wir dabei und treiben die Bahn bis zum Ende. die schönste Küstenstrasse der Erde und jetzt das.

Ein zweites Mal geht es entlang des Moldefjords / Romsdalfjords. Das ist der wohl bisher wohl beste aller Fjorde. Unser Platz befindet sich am Fuße des Romsdalfjords auf einem großen Parkhaus bei 660 kurz vor der Stadt. Der Wolkenhimmel ist niedrig, manchmal nur 200 m.

Nicht gute Bedingungen für den Rollstieg. Am Abend zuvor lesen wir in Wikipedia, dass man auf dem Weg zum nächsten Ort, dem sogenannten Wikipedia-Tal, etwa 400 Meter hoch und 700 Meter hoch klettern kann. Erfahrungsgemäß hört sich das in Norwegen zunächst nicht so spannend an. Gegen 11:00 Uhr verlassen wir das Haus und parkieren am ersten Stellplatz am Trollstieg.

Es gibt Frühstück und wir warten darauf, dass der Himmel aufhört zu regnen. Wenn wir den Anstieg starten, ist das obere Drittel des Trollstiegs von dichten Nebelwolken bedeckt. Am Anfang steht ein Schild "Vorsicht Trolle" und dann eines mit 10% Gefälle. Es ist komfortabel zu steuern. Verglichen mit den anderen Schlangen, die wir bisher befahren haben, ist das beinahe aufwendig.

Die Aussichtspunkte sind recht lebhaft, vor allem, wenn ein paar Busse zeitgleich anreisen.

Man bleibt sehr lange, macht viele Fotos und stellt fest, dass der Ort sein Renommee als Touristenattraktion hat. Mehr als 600 Höhenmeter, hoch, aber gut entwickelt und durchgängig zweibahnig. Die Vermutung wird bestätigt, dass die Norwegischen bei der Sanierung des Trollstieges - aus Marketinggründen - einige zusätzliche Engpässe hinnehmen mussten.

Aber das Allerwichtigste ist, dass viele Schiffe hierher kommen. Möglicherweise ist es deshalb so bekannt - was mehr Schiffe hier einlaufen lassen könnte - was es noch bekannter macht etc. Übernachtung auf einem Stellplatz unmittelbar am Meer.

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