Azoren Sao Miguel

Kleiner Reiseführer für Sao Miguel

Die Hauptinsel der Azoren, Sao Miguel fungiert als wirtschaftliches und touristisches Zentrum des Archipel. Hortensienbüsche, Teeplantagen und Vulkane sorgen für das charakteristische Erscheinungsbild des Eilandes. Überhaupt spielen die Landwirtschaft und der Tourismus eine übergeordnete Rolle. Weil die Insel von zwei Gebirgsketten durchzogen wird, die allesamt vulkanischen Ursprungs sind, sehen Sie sich bei einer Azorenreise vielfältigen Möglichkeiten zum Wandern gegenüber. Zu Füßen des 1105 Meter hohen Pico da Vara, dem höchsten Punkt Sao Miguels, erstreckt sich ein ideales Revier für Outdoorfreunde.

Die Wanderkarte rund um den Einsturzkrater Sete Cidades zeigt leichte aber auch anspruchsvolle Touren. Aufgrund der enormen Vielfalt an Pfaden lässt sich jeder Urlaubstag auf den Azoren individuell gestalten.

Mit seiner Länge von 63 Kilometern und seiner Breit von 16 Kilometern ist Sao Miguel, zu deutsch St. Michael auch die flächenmäßig größte Insel der Region. Sie markiert den südlichen Rand des Archipel und gilt deshalb als Tor zu den Azoren. Sao Miguel wird von 140.000 Menschen bewohnt, von denen knapp die Hälfte die Einwohnerschaft der Hauptstadt Ponta Delgada bilden. Am Hafen der Inselkapitale ankern nostalgische Fischerboote neben Ausflugsdampfern, die zu Walbeobachtungfahrten hinaus auf den Atlantik einladen. Bis in die 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts betrieben die Bewohner der Azoren noch Walfang. Heute zeigt man interessierten Touristen nur mehr wo die friedlichen Meeressäuger zu finden sind.

Die Hauptstadt der Azoren: Sao Miguel
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Sonnenuntergang über der Küste von Sao Miguel

Ponta Delgada

Das bunte, quirlige Treiben in der Altstadt von Ponta Delgada sollte nicht darüber hinweg täuschen, dass die Metropole auch grüne und beschauliche Ecken besitzt. Immerhin liegt auf ihrem Stadtgebiet die einzige Ananas-Anbaufläche Europas. An keinem anderen Ort des Kontinents finden die süßen Früchte solch hervorragende Bedingungen und so verströmen sie nur wenige Gehminuten vom Zentrum entfernt ihren verführerischen Duft. Zu den Sehenswürdigkeiten von Ponta Delgada zählen das Gotteshaus Igreja Matriz de Sao Sebastiao sowie die Altstadtgassen rund um die Kirche Sao Pedro. Pralles Leben begegnet Ihnen auch am Hafen. Weil die Vororte der Inselhauptstadt herrlich ländlich sind und sie dennoch nur wenige Kilometern von der Downtown entfernt liegen, sind die Preise für Immobilien in die Höhe geschossen. Wer sich also auf den Azoren langfristig niederlassen möchte, sollte sich lieber abseits von Ponta Delgada umsehen.

Die Must-Sees auf Sao Miguel

Die heißen Schwefelquellen von Furnas, einem entlegenen Dörfchen im Inselosten, dürfen in keinem Reiseführer über die Azoren und Sao Miguel fehlen. Überall blubbern Schlammlöcher, aus Geysiren steigen heiße Dämpfe empor und in den Kraterseen kann sogar gebadet werden. Vor allem im Botanischen Garten Terra Nostra erhalten Reisende einen imposanten Einblick in die Geologie der Region. Die hübsche Parkanlage ist von heißen Quellen durchzogen und bietet Besuchern die Chance, ein Bad im eisenhaltigen und damit rotschimmernden, wohltemperierten Nass zu nehmen. Dafür hat man an beinahe allen Tagen des Jahres Gelegenheit. Denn die Wettervorhersage für das Vale das Furnas, das ein eigenes, überaus mildes Mikroklima besitzt, berichtet zumeist von angenehmen Tageshöchstwerten zwischen 25 und 30 Grad. Wer die Karte von Sao Miguel ansieht, erblickt im äußersten Westen zwei idyllische Kraterseen: die Lagoa das Sete Cidades. Die beiden Kleinode schimmern in unterschiedlichen Farben. Der bläuliche Lagoa Azul wird nur durch eine dünne Landmasse vom smaragdgrünen Lagoa Verde getrennt und kann auf einer Wanderung umrundet werden.